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Der Sendestandort Königs Wusterhausen
in seiner Blütezeit (Zeitraum 1919-1933)

1933-1995

Unmittelbar nach der Übernahme der Funkstation - durch die Deutsche Reichspost im Jahre 1919 - wurde unter Leitung von Staatssekretär Hans Bredow mit der Umrüstung der Sendeanlagen auf die Belange des Wirtschaftsfunkes begonnen. So wurden Röhrensender aufgebaut, Empfangsanlagen in Berlin-Zehlendorf errichtet und die Antennenanlage um zwei weitere 100-Meter-Masten ergänzt.
 

 
Der Funkerberg 1918


Im November 1919 hielt Staatssekretär Hans Bredow einen URANIA - Experimentalvortrag in Berlin, in dem er erstmals den Gedanken eines Rundfunks für jedermann der Öffentlichkeit vorstellte. Die technische Qualität lies noch sehr zu wünschen übrig, sodass die anwesende Presse die Tragweite dieser Vorführung nicht erkannte.

Im Jahr 1920 erfolgten viele Versuche zur Rundfunkübertragung mit Hilfe eines Lorenz - Lichtbogensenders. Am 22.Dezember 1920 wurde erstmalig ein Weihnachtskonzert mit Instrumentalmusik ausgestrahlt, welches Zuschriften von privaten Zuhörern aus Luxemburg, Holland, England und den nordischen Staaten zur Folge hatte. Aus Deutschland kamen damals keine Reaktionen von Privathörern, da "Rundfunkhoeren" bei Strafe verboten war.
 


Weihnachtskonzert 1922


Ausgehend von dieser Ausstrahlung wurden noch bis zum Jahre 1926 Sonntagskonzerte in Königs Wusterhausen produziert und gesendet, die weit über die Landesgrenzen hinaus Bedeutung hatten.

Die weitere technische Entwicklung und die damit verbundene räumliche Ausbreitung brachte es mit sich, dass der auf dem Funkerberg zur Verfügung stehende Platz im Jahre 1926 nicht mehr ausreichte. Immerhin standen hier mittlerweile drei voll ausgerüstete Sendehäuser, der 1925 erbaute 243 Meter Mittelturm, zwölf weitere Masten von 100 bis 210 Meter Höhe inklusive diverser Antennenanlagen.
 

 
Großer Senderraum im Haus 3
 

So kam es, dass zum Ende des Jahres 1926 mit dem Aufbau einer neuen Großfunkstation in unmittelbarer Nähe von Königs Wusterhausen, in Zeesen, begonnen wurde.

Bereits im Dezember 1927 konnte eine der damals modernsten Großrundfunksendeanlagen im Langwellenbereich an diesem Standort in Betrieb genommen werden. Am 29.August 1929 wurde ebenfalls von Zeesen aus die erste offizielle deutsche Kurzwellen-Rundfunksendung mit Hilfe eines neu erbauten 8 Kilowatt Senders ausgestrahlt.
 


GroßfunkstationZeesen
Senderhaus 4 und Richtstrahler
 


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