Die Wiege des Rundfunks auf dem Weg in die Zukunft
Aktuelle Arbeiten im Museum Funkerberg Episode 2 – Stand 29.02.2026
Der Funkerberg ist weit mehr als ein lokales Wahrzeichen; er ist die „Wiege des Rundfunks in Deutschland“. Das Team aus hauptamtlichen Fachkräften der Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft Königs Wusterhausen mbH (EBEG mbH) und den engagierten Mitgliedern des Fördervereins „Sender Königs Wusterhausen e.V.“ (FöV „Sender KW“) arbeitet daran, diesen historischen Ort als lebendiges, besucherorientiertes Museum Funkerberg in die Zukunft zu führen.
Wir bewahren nicht nur Sender- und Rundfunktechnik, sondern erzählen die Geschichten dahinter. Technik ist für uns kein Selbstzweck; sie ist das Medium, durch das wir gesellschaftlichen Wandel, kulturelle Identität und menschlichen Pioniergeist aus verschiedenen historischen Epochen bis in die Gegenwart begreifbar machen wollen. Unsere Motivation ist es, diesen einzigartigen Ort für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Faszination der drahtlosen Kommunikation von ihren Anfängen bis in die digitale Zukunft multiperspektivisch erlebbar zu gestalten.
Seit 2019 ist die Kooperation zwischen dem FöV „Sender KW“ und der Betreibergesellschaft EBEG mbH vertraglich geregelt. Beide Partner arbeiten seit Juni 2024 aktiv an einer übergreifenden Museumsneukonzeption, die das Museum zukunftssicher aufstellen soll.
Museumsarbeit im Dialog: Hauptamt und Ehrenamt arbeiten Hand in Hand
Hinter der Transformation des Sender- und Funktechnikmuseum zum modernen Museum Funkerberg steht ein Team, das strategisches Management mit wissenschaftlicher Leidenschaft und Kompetenz verbindet. Die EBEG mbH trägt in Kooperation mit dem FöV „Sender KW“ die Gesamtverantwortung für den Betrieb und die Neuausrichtung. Ihr steht Geschäftsführer Tanjo Schmidt vor.
Dr. Christine Oliwkowski leitet seit 2019 das Museum Funkerberg und hat 2025 ihre Promotion „Die [Heeres-]Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen. Eine rundfunkgeschichtliche und lokalhistorische Fallstudie“ abgeschlossen. Durch die Auswertung bisher unerschlossener Quellen – unter anderem aus der von Dr. Oliwkowski betreuten Sammlung Funkerberg – war es möglich, den Beginn des deutschen Hörfunks „vom Kopf auf die Füße“ zu stellen und ihn mit dem 22. Dezember 1920 auf dem Funkerberg zu verorten.
Seit Juni 2024 ist Museumskurator Marcel Rex für die Überarbeitung der Dauerausstellung sowie die Neukonzeptionierung des Museum Funkerberg zuständig. Nach seinem Abschluss des Master of Art im Studiengang Zeitgeschichte an der Universität Potsdam arbeitete er an mehreren deutschlandweiten Ausstellungsprojekten für eine Berliner Ausstellungsagentur mit. Im Anschluss wirkte er im freiberuflichen Rahmen u.a. für das Museum Reinickendorf an der Umsetzung digitaler und analoger Ausstellungen mit.
Der Technische Leiter Jens Schmidt ist u.a. für die Planung der Instandsetzung und des Erhalts des technischen Denkmals sowie für notwendige Reinigungsarbeiten im Innen- und Außenbereich mit seinem Team aus Hausmeistern und Britta Lehmann zuständig. Petra Gollnow als Service- und Kassenkraft sowie Marion Maibauer als Buchhalterin ergänzen das Team der EBEG mbH.
Der FöV „Sender KW“ ist die Seele des Funkerbergs. ABM-Kräfte und Mitglieder des Fördervereins machten 1994 die Eröffnung des ersten Ausstellungsraumes möglich. Was als Initiative von Technikbegeisterten und Zeitzeugen begann, hat sich zu einer tragenden Säule der Museumslandschaft Brandenburgs entwickelt. Ein Meilenstein dieses Engagements war die Initiative zur Verleihung des internationalen IEEE-Milestones im Jahr 2016.
In spezialisierten Fachgruppen wird das technische Erbe dort bewahrt:
- Führungen: Die Mitglieder des FöV „Sender KW“ sind für die Betreuung der Besucher im Rahmen von thematischen Führungen über das Gelände sowie in Zukunft im Museum mit verantwortlich. Sie bringen ihre persönlichen Erkenntnisse und Erfahrungen in diese ehrenamtliche Arbeit ein.
- Depot, Sammlung und Archiv: Jörg Glase betreut das Depot und damit auch die Inventarisierung und Lagerung der Exponate – bis 2025 – zusammen mit Dr. Helmut Neuendorf. Dr. Christine Oliwkowski, unterstützt bis Ende 2025 durch Karin Gerhardt, ist für die Sammlung sowie das Archiv zuständig.
- 1.000-PS-Deutz-Motor: In der Dieselhalle warten die Maschinisten um Uwe Brehmer den weltweit letzten funktionierenden Motor seier Art. Einmal im Jahr findet eine öffentliche Wartung statt, Im Rahmen von Führungen kann eine Vorführung kostenpflichtig gebucht werden.
- welle370: Mit dem Museumsradio „welle370“ führt das Team um Rainer Suckow und Dieter Olm die Tradition der Sonntags- und Weihnachtskonzerte fort und macht die historische Radioidee im 21. Jahrhundert erlebbar.
- Amateurfunk Klubstation DL0KWH: Unter dem Rufzeichen der Funkstadt halten die Funkamateure gemäß dem Motto „Mein Nachbar ist die Welt“ Verbindungen über Ländergrenzen hinweg aufrecht.
Museum Funkerberg
Sender- und Funktechnikmuseum der Stadt Königs Wusterhausen
Funkerberg 20, Senderhaus 1
15711 Königs Wusterhausen
Kontakt:
Telefon: 03375 2177404
email: museum@funkerberg.de