Die Wiege des Rundfunks wird sichtbar: Neues Leitsystem für den Funkerberg

Das neue Leitsystem der Wiege des Rundfunks

Ein neuer Meilenstein für das Museum Funkerberg ist erreicht. Im Innen- und Außenraum ist ein umfassendes Leitsystem entstanden. Es soll nicht nur Orientierung schaffen, sondern durch sein klares Design ebenso dazu beitragen Barrieren in und um das Museum Funkerberg abzubauen. Das neue System soll sich harmonisch in die denkmalgeschützte Architektur einfügen.

Orientierung im Denkmal: Das Leitsystem im Senderhaus 1

Im Inneren des historischen Senderhauses 1 wird die Navigation der sich in Überarbeitung befindlichen Dauerausstellung sowie dem neuen Eingangsbereich entsprechend angepasst.

Der zentrale Anlaufpunkt im Senderhaus 1 ist der neu gebaute barrierearme Eingangsbereich. Die Glasfront des neuen Eingangsbereichs ist nun mit dem Logo und Schriftzug des Museums gestaltet. Tritt der Besucher durch die Tür, ist nun der neue Kassenbereich als zentraler Anlaufpunkt erkennbar. Weitere Richtungsschilder helfen dabei die verschiedenen thematischen Ausstellungsräume zu finden.

Zentrale Orte im Haus wie der Maschinensaal, der Sendersaal und die Dieselhalle haben repräsentative Hochkantschilder aus Acryl erhalten. Alle weiteren Räume im Museum sind ebenfalls ausgeschildert. Neue Lagepläne auf den verschiedenen Ebenen und Etagenpläne an den Aufzügen sorgen für eine stetige Orientierungsmöglichkeit im Rahmen des Rundgangs durch das Museum.

Auch Funktionsräume wie die sanitären Anlagen sind in das Leitsystem integriert. Zur Gewährleistung der Sicherheit auch unserer jüngeren Besucher sind auf den Glastüren Maßnahmen zum Durchlaufschutz integriert.

Tür Kultursaal

Das technische Denkmal Funkerberg umfasst ein weitläufiges Areal mit weiteren zahlreichen baulichen und funktechnischen Anlagen. Damit Besucher auch im Außenraum den Weg zum Museum finden und die Bedeutung der historischen Standorte verstehen, wird das Gelände durch acht neue Stellwände erschlossen.

Diese Informationstafeln dienen als verbindendes Element und schaffen wichtige Orientierungspunkte zu relevanten „Points of Interest“, wie etwa den Fundamenten des ehemaligen Mittelturms, dem weithin sichtbaren Mast 17 sowie den weiteren Senderhäusern.

Dieses Vorhaben wird durch Fördermittel des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg unterstützt. Die Konzeption, Umsetzung und Produktion erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem Museum Funkerberg und „DRUCKEN.WERBEN.KANSCHUR!“ aus Königs Wusterhausen.

Hinweisschild Wache
Hinweisschild SH3
Hinweisschild SH3

Dokumentation der Sanierung des historischen Antennenträgers Mast 17

Dokumentation der Sanierung des historischen Antennenträgers Mast 17 

Mast 17 auf dem Funkerberg ist die älteste erhaltene Stahlgitterkonstruktion Deutschlands und hat für Königs Wusterhausen identitätsstiftende Bedeutung. Er ist technisches Denkmal und seit 1946 im Stadtwappen abgebildet.

Der historische Antennenträger markiert den Ort, an dem 1920 der öffentliche Rundfunk in Deutschland begann und gehört zum denkmalgeschützten Ensemble „Funkstelle Funkerberg“. Mit 212,5 Metern Höhe ist er eine weithin sichtbare Landmarke. Seine Konstruktion mit sechsfacher Abspannung nach drei Seiten war Anfang des 20. Jahrhunderts Höhepunkt deutscher Ingenieurkunst.

Um den Erhalt des historischen Antennenträgers weiterhin abzusichern, müssen unter anderem die über 100 Jahre alten Fundamente, die Abspannseile sowie der Korrosionsschutz erneuert werden.

Wir möchten das technisch anspruchsvolle Vorhaben der Instandsetzung des Wahrzeichens Königs Wusterhausens aus verschiedensten Perspektiven schrittweise festhalten und die Dokumentation der Sanierung vor allem in der digitalen Welt öffentlichkeitswirksam verbreiten.

Dafür suchen wir engagierte Unterstützung! Haben wir ihr Interesse geweckt?

Falls Sie sich vorstellen können das Museum Funkerberg in diesem Vorhaben unentgeltlich unterstützen zu können, melden Sie sich jederzeit unter der Mailadresse museum@funkerberg-kw.com.

Kurzinformationen zum Projekt:

Was: Dokumentation der Sanierung von Mast 17
Wann: Mitte 2026 bis voraussichtlich Ende 2028.
Wo: Funkerberg, Königs Wusterhausen.

Kontakt:

Museum Funkerberg
Tel: 03375 – 21 774 04

Mail: museum@funkerberg.de

Zukunft Museum Funkerberg Episode 2

Die Wiege des Rundfunks auf dem Weg in die Zukunft

Aktuelle Arbeiten im Museum Funkerberg Episode 2 – Stand 29.02.2026 

Der Funkerberg ist weit mehr als ein lokales Wahrzeichen; er ist die „Wiege des Rundfunks in Deutschland“. Das Team aus hauptamtlichen Fachkräften der Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft Königs Wusterhausen mbH (EBEG mbH) und den engagierten Mitgliedern des Fördervereins „Sender Königs Wusterhausen e.V.“ (FöV „Sender KW“) arbeitet daran, diesen historischen Ort als lebendiges, besucherorientiertes Museum Funkerberg in die Zukunft zu führen.

Wir bewahren nicht nur Sender- und Rundfunktechnik, sondern erzählen die Geschichten dahinter. Technik ist für uns kein Selbstzweck; sie ist das Medium, durch das wir gesellschaftlichen Wandel, kulturelle Identität und menschlichen Pioniergeist aus verschiedenen historischen Epochen bis in die Gegenwart begreifbar machen wollen. Unsere Motivation ist es, diesen einzigartigen Ort für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Faszination der drahtlosen Kommunikation von ihren Anfängen bis in die digitale Zukunft multiperspektivisch erlebbar zu gestalten.

Seit 2019 ist die Kooperation zwischen dem FöV „Sender KW“ und der Betreibergesellschaft EBEG mbH vertraglich geregelt. Beide Partner arbeiten seit Juni 2024 aktiv an einer übergreifenden Museumsneukonzeption, die das Museum zukunftssicher aufstellen soll.

Museumsarbeit im Dialog: Hauptamt und Ehrenamt arbeiten Hand in Hand

Hinter der Transformation des Sender- und Funktechnikmuseum zum modernen Museum Funkerberg steht ein Team, das strategisches Management mit wissenschaftlicher Leidenschaft und Kompetenz verbindet. Die EBEG mbH trägt in Kooperation mit dem FöV „Sender KW“ die Gesamtverantwortung für den Betrieb und die Neuausrichtung. Ihr steht Geschäftsführer Tanjo Schmidt vor.

Deckblatt Konzept Museum Funkerberg

Dr. Christine Oliwkowski leitet seit 2019 das Museum Funkerberg und hat 2025 ihre Promotion „Die [Heeres-]Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen. Eine rundfunkgeschichtliche und lokalhistorische Fallstudie“ abgeschlossen. Durch die Auswertung bisher unerschlossener Quellen – unter anderem aus der von Dr. Oliwkowski betreuten Sammlung Funkerberg – war es möglich, den Beginn des deutschen Hörfunks „vom Kopf auf die Füße“ zu stellen und ihn mit dem 22. Dezember 1920 auf dem Funkerberg zu verorten.

Seit Juni 2024 ist Museumskurator Marcel Rex für die Überarbeitung der Dauerausstellung sowie die Neukonzeptionierung des Museum Funkerberg zuständig. Nach seinem Abschluss des Master of Art im Studiengang Zeitgeschichte an der Universität Potsdam arbeitete er an mehreren deutschlandweiten Ausstellungsprojekten für eine Berliner Ausstellungsagentur mit. Im Anschluss wirkte er im freiberuflichen Rahmen u.a. für das Museum Reinickendorf an der Umsetzung digitaler und analoger Ausstellungen mit.

Der Technische Leiter Jens Schmidt ist u.a. für die Planung der Instandsetzung und des Erhalts des technischen Denkmals sowie für notwendige Reinigungsarbeiten im Innen- und Außenbereich mit seinem Team aus Hausmeistern und Britta Lehmann zuständig. Petra Gollnow als Service- und Kassenkraft sowie Marion Maibauer als Buchhalterin ergänzen das Team der EBEG mbH.

Der FöV „Sender KW“ ist die Seele des Funkerbergs. ABM-Kräfte und Mitglieder des Fördervereins machten 1994 die Eröffnung des ersten Ausstellungsraumes möglich. Was als Initiative von Technikbegeisterten und Zeitzeugen begann, hat sich zu einer tragenden Säule der Museumslandschaft Brandenburgs entwickelt. Ein Meilenstein dieses Engagements war die Initiative zur Verleihung des internationalen IEEE-Milestones im Jahr 2016.

In spezialisierten Fachgruppen wird das technische Erbe dort bewahrt:

  • Führungen: Die Mitglieder des FöV „Sender KW“ sind für die Betreuung der Besucher im Rahmen von thematischen Führungen über das Gelände sowie in Zukunft im Museum mit verantwortlich. Sie bringen ihre persönlichen Erkenntnisse und Erfahrungen in diese ehrenamtliche Arbeit ein.
  • Depot, Sammlung und Archiv: Jörg Glase betreut das Depot und damit auch die Inventarisierung und Lagerung der Exponate – bis 2025 – zusammen mit Dr. Helmut Neuendorf. Dr. Christine Oliwkowski, unterstützt bis Ende 2025 durch Karin Gerhardt, ist für die Sammlung sowie das Archiv zuständig.
  • 1.000-PS-Deutz-Motor: In der Dieselhalle warten die Maschinisten um Uwe Brehmer den weltweit letzten funktionierenden Motor seier Art. Einmal im Jahr findet eine öffentliche Wartung statt, Im Rahmen von Führungen kann eine Vorführung kostenpflichtig gebucht werden.
  • welle370: Mit dem Museumsradio „welle370“ führt das Team um Rainer Suckow und Dieter Olm die Tradition der Sonntags- und Weihnachtskonzerte fort und macht die historische Radioidee im 21. Jahrhundert erlebbar.
  • Amateurfunk Klubstation DL0KWH: Unter dem Rufzeichen der Funkstadt halten die Funkamateure gemäß dem Motto „Mein Nachbar ist die Welt“ Verbindungen über Ländergrenzen hinweg aufrecht.

Museum Funkerberg
Sender- und Funktechnikmuseum der Stadt Königs Wusterhausen
Funkerberg 20,  Senderhaus 1
15711 Königs Wusterhausen

 

Kontakt:
Telefon: 03375 2177404
email: museum@funkerberg.de

Der Abschluss der Sanierung des ersten Konterturms

Der Abschluss der Sanierungsarbeiten des ersten Konterturms

Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen auf dem Funkerberg, insbesondere am Senderhaus 1, sind bereits seit 2017 in vollem Gange. Doch nun ist mit der Aufstellung des ersten sanierten Konterturms ein weiterer Meilenstein geschafft.

Ende November wurde der erste der drei denkmalgeschützten Kontertürme auf dem Funkerberg nach einer grundlegenden Sanierung wieder aufgestellt. Hierbei wurde auch das Fundament des rund 30 Meter hohen Turms komplett erneuert, so dass die Anlage nun die aktuellen Prüfungen zur Standsicherheit wieder besteht. Dies soll jedoch nur der Anfang bei der umfassenden Instandsetzung des gesamten Geländes sein: Neben den notwendigen Sanierungen der denkmalgeschützten Gebäude warten noch zwei weitere Kontertürme auf ihre Überarbeitung. Für den Sendemast 17 – markantes Wahrzeichen des Funkerbergs und weithin sichtbares Symbol der Rundfunkstadt Königs Wusterhausen – läuft außerdem die Planung für die anstehende vollständige Sanierung.

Tanjo Schmidt, Geschäftsführer der Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft mbH Königs Wusterhausen (EBEG), freut sich, dass mit der Aufstellung des ersten Konterturms ein weiterer Schritt zur Instandsetzung des gesamten Ensembles gemacht wurde. „Aus den Erfahrungen bei der Sanierung des ersten Turms haben wir viel gelernt“, erklärt Schmidt. „Da wir für den zweiten Turm bereits Fördermittel zugesagt bekommen haben, kann dieser voraussichtlich im kommenden Jahr saniert werden.“ Der dritte Konterturm soll dann 2027 folgen. Aber auch sonst gibt es für Schmidt und seine Kollegen noch einiges zu tun auf dem Funkerberg. „Wir wollen das gesamte Gelände für Besucher erlebbar machen“, erläutert der Geschäftsführer. Die weitläufigen Waldflächen auf dem Berg bedeuteten aber auch viel Pflege. Geplant ist ein Wegeleitsystem für das Gelände und das Museum selbst. Im Außenbereich können Besucher bereits jetzt selbstständig u. a. die freigelegten historischen Fundamente der alten Sendemasten erkunden.

Möglich ist die Sanierung des Konterturmes durch eine Finanzierung durch die Stadt Königs Wusterhausen mit Unterstützung der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald sowie des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.

Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Rathaus Aktuell (Jahrgang 37, Nr. 1) auf der Titelseite!

 

Abbau Konterturm

Rückblick – Turmblasen auf dem Funkerberg

Rückblick: Turmblasen und exklusive Einblicke in das Museum Funkerberg

Am 21. Dezember 2025 fand das traditionelle Turmblasen vor dem Senderhaus 1 statt. Der Förderverein „Sender Königs Wusterhausen e.V.“ lud mit Unterstützung der Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft mbH Königs Wusterhausen (EBEG mbH) auf den Funkerberg ein.

Bei Glühwein und festlichen Klängen feierte das Museum Funkerberg gemeinsam mit zahlreichen Besuchern die besinnliche Vorweihnachtszeit.

Der Posaunenchor auf dem Dach zwischen Senderhaus 1 und Spitzhaus.
Fotograf: Wolfgang Lücke
Andreas Brämer, Dieter Olm und Rainer Suckow bei der Übertragung des Turmblasens über das Museumsradio „welle370.
Fotograf: Wolfgang Lücke
Zum ersten Mal übertrug der Museumssender „welle370“ das Turmblasen live auf der Mittelwelle 810 kHz. Dazu verwandelte sich der der Museumsflur ein kleines Livestudio, um für die Zuhörer ein moderiertes Programm anbieten zu können.

Im Maschinensaal gab das Museum exklusive Einblicke in die Zukunft.

Museumskurator Marcel Rex informierte über den aktuellen Stand der Arbeiten für die erste Überarbeitung der Dauerausstellung. Zu den Highlights zählten erste neue Ausstellungselemente, die Präsentation der neuen Radiowand, geplante Versuchsstationen für Groß & Klein sowie erste Exponate aus dem Nachlass des Rundfunkpioniers Erich Schwarzkopf.

Jörg Glase und Jörg Helbig informierten für den Förderverein über die einzelnen Ausstellungselemente, während Jürgen Förster die vielfältigen Aktivitäten der Jugendwerkstatt präsentierte.

Der Blick der Besucher auf das Turmblasen sowie auf das Senderhaus 1.
Die Besucher im Maschinensaal im Gespräch zu den neuen Elementen der sich in Überarbeitung befindenden Dauerausstellung des Museum Funkerberg.