Startschuss ist gefallen: Sanierung Mast 17 beginnt

Die Sanierungsarbeiten am Funkerberg gehen mit riesigen Schritten voran: Am 20. Juli begann der erste Bauabschnitt für die Instandsetzung des Mast 17. Das rund 210 Meter hohe Bauwerk zählt zu den bedeutendsten technischen Denkmälern Deutschlands und prägt seit mehr als 100 Jahren weithin sichtbar das Stadtbild von Königs Wusterhausen. Mit der Sanierung wird die Grundlage geschaffen, das Wahrzeichen der Rundfunkstadt dauerhaft als Denkmal zu erhalten und die Standsicherheit für mindestens 50 weitere Jahre zu gewährleisten.

Zum Auftakt der Bauarbeiten verschaffte sich Bürgermeisterin Michaela Wiezorek gemeinsam mit Tanjo Schmidt, Geschäftsführer der Entwicklungs- und Betreibergesellschaft mbH (EBEG mbH), und weiteren Projektbeteiligten einen Eindruck von den anstehenden Arbeiten. Dabei betonte Wiezorek die Bedeutung des Mast 17 und des gesamten Funkerbergs für die Stadt Königs Wusterhausen: „Der Mast 17 ist weit mehr als ein technisches Bauwerk. Er ist das Wahrzeichen unserer Stadt und ein Symbol für die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Die jetzt anstehende Sanierung ist eine Investition in unsere Identität, in den Denkmalschutz und in die Zukunft dieses einzigartigen Ortes.“

Die Bedeutung des Funkerbergs als „Wiege des deutschen Rundfunks“ und insbesondere des Mast 17 ist unbestritten – auch deshalb zeigte sich EBEG-Geschäftsführer Schmidt vorsichtig optimistisch, was die Bereitstellung von Fördermitteln angeht: „Aktuell läuft ein Antrag zur Förderung der ersten Teilleistung für Mast 17. Für die Kosten zur Erneuerung der Fundamente in Höhe von 250.000 Euro wurde eine 70-prozentige Förderung durch das Land Brandenburg in Aussicht gestellt.“ Weitere Anträge seien in Abstimmung mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum (BLDAM) in Planung.

Im ersten Bauabschnitt sollen nun bis zum Ende des Jahres neun neue Fundamente für die Pardunen (Abspannseile des Mastes) erstellt werden. Dazu werden direkt hinter den alten Fundamenten neue gegossen, die sich optisch abheben und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, im Zuge der künftigen Prüfungen Hilfspardunen zu befestigen. Die Bestandsfundamente verbleiben vor Ort und werden als Ausstellungsstück sichtbar bleiben. Danach folgt in einem zweiten Schritt die Auswechselung der Pardunen nach den aktuellen technischen Regelwerken. Hierzu werden auch die Befestigungen am Mast entsprechend überarbeitet. Die neuen Abspannungen haben dann bei regelmäßiger Prüfung ebenfalls eine Standzeit von 50 Jahren. Die Fertigstellung dieses Abschnitts soll bis zum Februar 2028 erfolgen.

In einem dritten Bauabschnitt wird dann die gesamte Konstruktion des Mast 17 entlackt, begutachtet, bei Bedarf überarbeitet und neu beschichtet. Läuft alles nach Plan, könnten diese Arbeiten und damit die komplette Sanierung des Mast 17 im November 2028 abgeschlossen sein.
Rund 3,5 Millionen Euro wird die Sanierung des denkmalgeschützten Objektes kosten.

Hintergrund:

Die EBEG mbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Königs Wusterhausen. Ihre Aufgabe ist die Organisation des Betriebs und der Bewirtschaftung der städtischen Objekte am Funkerberg sowie die Präsentation der „Wiege des deutschen Rundfunks“. Das rund 130 Hektar große Gelände im nordwestlichen Stadtgebiet von Königs Wusterhausen erwarb die Stadt im Jahr 2006 von der Deutschen Telekom. Mit den umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten, unter anderem am Senderhaus 1, den Kontertürmen, dem erst im Juni dieses Jahres wieder eröffneten „Museum Funkerberg“ und der nun gestarteten Sanierung von Mast 17 wird der Funkerberg als kultureller und technischer Erinnerungsort stetig weiterentwickelt.

Museum Funkerberg
Das Sender- und Funktechnikmuseum der Stadt Königs Wusterhausen
Funkerberg 20,  Senderhaus 1
15711 Königs Wusterhausen

 

Kontakt:
Telefon: 03375 2177404
email: museum@funkerberg.de