Kontertürme auf dem Funkerberg für die Sanierung demontiert
Die Sanierungsarbeiten auf dem Funkerberg gehen weiter mit großen Schritten voran: Die beiden 30 Meter hohen Kontertürme B und C sind für ihre Instandsetzung demontiert worden. Die Maßnahme ist ein weiterer Schritt zur dauerhaften Sicherung des denkmalgeschützten Ensembles am Senderhaus 1.
Ein ungewöhnliches Bild bot sich am Donnerstag, dem 24. September 2026, auf dem Funkerberg: Rund 30 Meter Stahlfachwerk schwebten am Kran über die eigens abgesperrte Grünfläche. Langsam und kontrolliert wurde der historische Konterturm B abgesenkt, bis er sicher auf dem vorbereiteten Untergrund auflag. Kurze Zeit später folgte Konterturm C.
Was auf den ersten Blick fast spielerisch aussah, war das Ergebnis sorgfältiger Vorbereitungen. Seile und Anschlagmittel wurden für den ungewöhnlichen „Umzug“ am oberen Teil der Türme befestigt, die Verschraubungen am Boden vorsichtig gelöst, bevor der Kran die Last übernahm. Millimeter für Millimeter lösten sich die beiden Stahlriesen aus ihrer bisherigen Position. Dann war es geschafft: Die Türme lagen sicher auf der abgesperrten Grünfläche und wurden dort für die nächsten Arbeitsschritte stabilisiert.
Tanjo Schmidt, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft EBEG mbH auf dem Funkerberg, zeigte sich erleichtert über den reibungslosen Ablauf: „Aus den Erfahrungen bei der Sanierung des ersten Turms haben wir viel gelernt“, erklärt Schmidt. „Mit der Demontage der letzten beiden Türme geht die schrittweise Sicherung der historischen Stahlkonstruktionen weiter. Ziel ist es, die Kontertürme als Teil des technischen Kulturerbes des Funkerbergs dauerhaft zu erhalten.“
Die rund 30 Meter hohen Stahlfachwerktürme gehören zur historischen Antennenanlage am Senderhaus 1. Ihre ursprüngliche Aufgabe bestand unter anderem darin, die mechanischen Kräfte der großen Antennenkonstruktionen aufzunehmen und die Antennenzuführungen zu entlasten. Heute sind die Türme vor allem Zeugnisse einer Zeit, in der Königs Wusterhausen zu einem wichtigen Zentrum der frühen Rundfunktechnik wurde.
In den kommenden Tagen werden die beiden Türme für ihren Abtransport auseinandergeschraubt, um denkmalgerecht saniert und instandgesetzt zu werden. Auch die Fundamente werden abgebaut und komplett erneuert, so dass die Standsicherheit auch in Zukunft gewährleistet ist. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Kontertürme dann wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren. Läuft alles wie geplant, soll die Sanierung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Die Gesamtkosten für die Sanierung der beiden Kontertürme belaufen sich auf 480.000 Euro. Dabei unterstützt das Land Brandenburg das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 185.000 EUR. Bereits im Jahr 2025 war Konterturm A erfolgreich saniert worden.
Hintergrund:
Die Entwicklungs- und Betreibergesellschaft mbH (EBEG mbH) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Königs Wusterhausen. Ihre Aufgabe ist die Organisation des Betriebs und der Bewirtschaftung der städtischen Objekte am Funkerberg sowie die Präsentation der „Wiege des deutschen Rundfunks“.
Museum Funkerberg
Das Sender- und Funktechnikmuseum der Stadt Königs Wusterhausen
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