Entdeckertour zum Museumstag

Wandern zum Museumstag

12. September 2021 | 15:00 | Senderhaus 1

Am 12. September 2021 ist der Internationale Museumstag und in guter Tradition lädt der Förderverein zu einer Entdeckertour über den Funkerberg ein.

Die Tour beginnt am großen Parabolspiegel der Erdfunkstelle Intersputnik vor dem Senderhaus 1 – der ist zwar immer sichtbar, nur wenige kennen aber seine Geschichte. Weiter geht es zum Mast 17 – dem ältesten Antennenträger Deutschlands, der heute das Wahrzeichen der Rundfunkstadt Königs Wusterhausen ist.

Gleich neben dem Parabolspiegel befindet sich der Geodätische Radioglobus. Noch vor seiner offiziellen Einweihung erzählen wir die Geschichte dieses einmaligen Kunstobjektes.

Über 100 zu Antennen gehörende Fundamente zeugen heute noch vom Antennenwald in Königs Wusterhausen. Die größten und berühmtesten sind die des 243 Meter hohen Mittelturmes. Der Mittelturm steht nicht mehr – seine hausgroßen Fundamente jedoch geben einen Eindruck von diesem gewaltigen Bauwerk. Die Teilnehmer unserer Wanderung können einen Blick hinein werfen- und fast 100 Jahre alte Reste des Mittelturmes bewundern.

 

 

In der ehemaligen Funkschule wurden Jahrtzehnte lang die Sendetechniker der DDR ausgebildet. Nach einer umfangreichen Sanierung ist dieser Ort nun wieder eine Bildungsstätte- Noch heute ziert eine Sonnenuhr die Fassade am ehemaligen Speisesaal, auf der wir die aktuelle Uhrzeit ablesen wollen.

Den Abschluss der Entdeckertour bildet ein Blick in das Senderhaus 3. Erstmalig können wir hier einen Sender des ehemaligen Rügenradio zeigen und auch unser riesiges Variometer steht kurz vor der Vollendung.

12. September 2021 – Entdeckertour über den Funkerberg – Beginn 15:00 Uhr.

Teilname nur nach Anmeldung unter Email: museum@funkerberg.de oder Telefon 01717806599.
Im Teilnehmerbeitrag von 5,- Euro ist der Besuch des Sender- und Funktechnikmuseums enthalten.

Presseanfragen:
Email: verein@funkerberg.de oder Telefon: 0171 7806599

Umbau Senderhaus 1 ### Folge 02

Nachdem die Einrichtung der Baustelle abgeschlossen ist, kann man vor Ort nun auch erste Bauarbeiten beobachten.

Im Bild zu sehen ist ein Drehbohrgerät, mit dem die Firma PST-Grundbau etwa 10 Meter tiefe Löcher mit einem Durchmesser von 65 cm bohrt.

15 dieser Löcher sind notwendig, um die entstehende Baugrube vor dem Senderhaus 1 abzusichern. Sobald die Errichtung der Bohrpfahlwand abgeschlossen ist kann dann mit dem eigentlichen Abriss begonnen werden.

Hier ein akustischer Eindruck dieser Situation:

Und auch dieser Abriss geht voran – allerdings noch verborgen hinter einer Schutzplane. Diese soll allerdings nicht die Sicht verwehren, sondern dient dem Schutz des historischen Gebäudes.

Derzeit wird die Decke der ehemaligen Terasse in „kleine Teile“ zerschnitten und abgetragen. Über das Ergebnis dieser Arbeiten berichten wir in der nächsten Folge von „Der große Umbau“. 

Das Sender- und Funktechnikmuseum wird in den kommenden Monaten umfangreich saniert. Es erhält einen neuen Eingangsbereich, der den barrierefreien Zugang in alle Ebenen des Senderhauses zulässt. Hinzu kommen moderne Sanitärbereiche, kleine Funktionsflächen und die Sanierung von Fassade und Fenstern.

Aufgrund der nun begonnen Baumaßnahmen werden die Öffnungszeiten des Museums auf dem Funkerberg in den nächsten Monaten eingeschränkt. Vorerst ist ein Besuch nur am Wochenende und nur nach Voranmeldung möglich. Bitte informieren sie sich immer, bevor sie das Sender- und Funktechnikmuseum besuchen wollen.

Kunst zum Radiojubiläum

Es hat gefunkt! 100 Jahre Radio in Königs Wusterhausen

Eine Werksausstellung vom 16.8. bis 19.9. im Kulturhaus Hans Eisler

„Es hat gefunkt! 100 Jahre Radio in Königs Wusterhausen“ heißt eine Ausstellung, die ursprünglich schon im letzten Jahr stattfinden sollte – eine Werkausstellung zum Thema Radio. Der Kulturbund „Dahme Spreewald“ e.V. hatte dazu bereit 2019 ein Dutzend regionale Künstler aufgefordert, sich mit dem Thema „100 Jahre Rundfunk“ zu beschäftigen. Aus diesen Bewerbungen wurden dann 4 Künstler ausgewählt, und deren Werke sind nun im Bürgerhaus „Hans Eisler“ zu sehen.

In der Ausstellung zu sehen ist eine eindrucksvolle Collage von Gisela Gräning mit dem Titel „„An den kleinen Radioapparat“, die sowohl im Umfang als auch durch die vielen kleinen Details besticht.

Frank Beutel präsentiert sein Werk „Stille Nacht, heilige Nacht“ . Diese Zeichnung beschäftigt sich zum einen mit dem ersten Weihnachtskonzert und ist zum anderen ist eine Idee, wie man z.b. das Rathaus der Rundfunkstadt von außen neu gestalten könnte.

Das Plakat von Klaus Rähm hat sich dem Thema Radio in Textform genähert und stellt unter anderem den Sendemast als Text dar.

Und auch Radios haben es in die Ausstellung geschafft. Die Künstlerin Karen Ascher hat mehrere Keramiken zum Thema erstellt, die von der großen Lebendigkeit des Rundfunks erzählen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Aktionen. Am 22. August ist Gisela Gräning im Rahmen des offenen Ateliers zu Gast.
Am 12. September findet ein Konzert des Trios „Kann Spuren von Jazz enthalten“ statt.

Alle weiteren Informationen zur Ausstellung auf den Seiten des Kulturbundes unter https://www.kulturbund-dahme-spreewald.de/ 

Klassik Openair auf Mittelwelle

Exklusiv für die Rundfunkstadt

Von Wernsdorf bis Zeesen, von Diepensee bis Kablow können alle Königs Wusterhausener Einwohner am 31.7.2021 an einem ganz besonderen Ereignis teilhaben. Das Museumsradio welle370 überträgt ab 18:45 Uhr für die ganze Rundfunkstadt die Auftaktveranstaltung zu den Kulturtagen 2021.

Gast des Abends ist das Brandenburgische Konzertorchester Eberswalde. Unter der Leitung von Urs-Michael Theus spielt es zeitlose Film- und Musicalklassiker. Gesangssolistin des Abends ist Alexandra Broneske.

Wie hört man Mittelwelle?

Ein Rundfunkprogramm auf Mittelwelle kann auch heute noch mit einfachen Mitteln gehört werden. Benötigt wird dazu ein Radio – also ein Kofferempfänger, ein älteres Küchenradio oder ganz oft auch das Radio im Auto.

Auf dem Gerät wird nun nach der Bezeichnung AM (für Amplitudenmodulation) oder MW (für Mittelwelle) gesucht. Meistens muss für die Wahl der Mittelwelle der entsprechen bezeichnete Knopf gedrückt werden. Hören Sie ein leichtes Rauschen? Dann sind sie auf dem richtigen Weg!

Zur Suche nach dem Programm von welle370 muss nun die Frequenz 810 kHz gewählt werden. Bei analogen Geräten wird dazu der Knopf für die Frequenzwahl bewegt, so das die der Skalenzeiger bei 810 kHz steht. An digitalen Geräten kann die Frequenz oft direkt eingegeben werden.

Wenn der Empfang nicht klappen will

Wichtig zu wissen ist – tagsüber wird man derzeitig in Deutschland außer Störungen wie brummen oder knistern auf der Mittelwelle nichts empfangen. Das hängt damit zusammen, das es zur Zeit (Stand Sommer 2021) bei uns keine landesweit empfangbaren Mittelwellenprogramme mehr gibt.
Um die Funktionsfähigkeit ihres Gerätes zu testen sollten sie es in den Abendstunden probieren. Sobald die Sonne untergeht sind auf der Mittelwelle zahlreiche Stationen aus ganz Europa hörbar.

Und ganz wichtig – der Empfang auf Mittelwelle ist Richtungsabhängig. Da die Antenne für diesen Empfang meistens im Gerät verbaut ist hilft es oft, dieses einfach mal ein bisschen zu drehen.

„Wellenlängen“ Radiokunst auf Kurzwelle

 

Kann man Radio sichtbar machen?

Im Lichthof des Museums für Kommunikation Berlin wird am 13. Juli mit Student*innen und Absolvent*innen des Experimentellen Radios der Bauhaus-Universität Weimar ein performatives Radio-Programm mit drei Audiokunst-Beiträgen produziert. In der Sendung präsentieren Johanna Ledermann ihren Audiowalk „Daseinsfürsorge“, Tommy Neuwirth die „Nachtschicht mit Tommy Neuwirth“ und Andreas von Stosch die Radio-Performance „Radio Pedestrian“.

Diesem Programm kann man vor Ort, auf UKW in Weimar, per Internetstream und Europaweit auf Kurzwelle zuhören.
welle370 überträgt am 13.7.2021 von 18:00 bis 19:00 Uhr MESZ auf der Kurzwellenfrequenz 6035 kHz.

Informationen zur Veranstaltung im Museum für Kommunikation Berlin können unter https://www.mfk-berlin.de/art-of-radio/ abgerufen werden.

Hinweise zum Kurzwellenempfang findet ihr unter museum.funkerberg.de/kurzwelle
Wer Fragen zum Programm und seinem Empfang hat kann diese unter welle370@funkerberg.de stellen.

welle370 hat mit dem Moderator des Abends, Fabian Kühnlein, im Vorfeld über diesen besonderen Radioabend aus dem Museum für Kommunikation gesprochen.
Hier könnt ihr den Auszug aus dieser Sendung hören.